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Risikofaktoren

Die schädigende Wirkung der Risikofaktoren ist von der Dauer und Intensität ihres Einwirkens abhängig. Hinzu kommt die generelle Zunahme der Instabilität des Erbmaterials mit zunehmendem Alter.4 Bei unter 50-jährigen Personen treten Darmtumore deshalb seltener auf.

Darmkrebs entsteht unter anderem durch Genveränderungen. Welche Einflüsse dafür verantwortlich sind, konnte bisher nicht vollends geklärt werden. Allerdings wurden in Studien folgende Risikofaktoren nachgewiesen:

- fettreiche/ballaststoffarme Ernährung

- vermehrter Alkohol-/Tabakgenuss

- hoher Body-Mass-Index

- Verzehr von rohem, rotem oder stark verarbeitetem Fleisch

- entzündliche Darmerkrankungen

- erbliche Vorbelastung1

Insbesondere letztgenannter Faktor wiegt schwer: 70 bis 100% der genetisch vorbelasteten Personen erkranken im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs.2 Der größte Risikofaktor ist jedoch das Alter: Im Rahmen der stetig ablaufenden Zellteilung (Mitose) erhöht sich die Fehlerrate im Verdopplungsprozess des Erbmaterials. Dadurch kann mutierte DNA entstehen, welche die Entwicklung von Darmkrebs begünstigt.3 Körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung sind hingegen nachweislich risikosenkende Faktoren.4

Symptome

Darmkrebs kann sich durch vielseitige Symptome äußern. Hierzu zählen unter anderem:

- anhaltender Durchfall

- krampfartige Bauchschmerzen

- Blut im Stuhl

- chronische Verstopfung

Diese Symptome treten jedoch meist erst sehr spät im Verlauf der Krankheit auf. Diagnostiziert ein Facharzt erst dann den Tumor, ist die Therapie häufig sehr schwierig. Meist kann sie in diesen späten Stadien nur eine weitere Ausbreitung des Tumors verhindern.5,6,7



[1] Song M et al. Gastroenterology 148, 6 (2015), 1244-60.

[2] Kharazmi E. et al. BMJ 345 (2012), e8076.

[3] Figura G et al. Onkologie 32 (Suppl 3) (2009), 34-38.

[4] Schatz D. Diss., Universität Potsdam (2010).

[5] National Institutes of Health. (2015) [http://www.nih.gov/research-training/advances-colorectal-cancer-research, Stand 09.05.2017]

[6] Deutsches Krebsforschungszentrum (2014) [https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/frueherkennung.php, Stand 09.05.2017]  

[7] Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF. Leitlinienprogramm Onkologie, Langversion 1.1 (2014). AWMF Registrierungsnummer: 021-007OL. [http://leitlinienprogrammonkologie.de/Leitlinien.7.0.html, Stand 09.05.2017]